Faszination Glücksspiel

Die kurze Geschichte des Lotto-Spiels


Das Lotto ist eine sehr einfache Art des Glücksspiels und erfreut sich vielleicht gerade deshalb sehr großer Beliebtheit. Es handelt sich eigentlich bloß um eine Lotterie, in der man auf eine Reihe von Zahlen tippt, die dann zufällig ermittelt werden. Lag man richtig, gewinnt man; lag man falsch, so hat man eben den kleinen Wetteinsatz verloren. Dabei wird circa ein Drittel des Umsatzes vom Lotto-Anbieter als eigener Gewinn zurückbehalten, also eigentlich gar nicht so viel, und zwei Drittel werden wieder an die Gewinner ausgeschüttet.

Interessanterweise ist das Lotto-Spiel in den meisten Ländern im Besitz der Landesregierung. Natürlich muss in einer Gesellschaft alles irgendwie gesetzlich geregelt werden und seinen rechtlichen Rahmen haben. Es liegt in der Einfachheit des Lotto-Spiels, dass die Regierung dieses für sich beansprucht, ansonsten würden sich die Privatanbieter da wahrscheinlich gegenseitig zu stark in den Konkurrenzkampf kommen. So überlasst die Regierung das Anbieten der komplizierteren Spiele den Privaten und nimmt selber das Lotto in die Hand. Das Spiel ist aber eigentlich noch gar nicht so alt. Es kam im siebzehnten Jahrhundert im größeren Stil heraus und wurde von breiten Teilen der Bevölkerung gespielt. Das Ziehen der Lose wurde dabei anfangs von Kindern durchgeführt, da man davon ausging, dass die Kinder „unschuldig“ waren und sich beim Ziehen der Lose neutral verhalten würden, ohne dass die Möglichkeit auf Betrug gegeben sei. Historisch stammt das Lotto aus der Stadt Genua. Dort gab es den Brauch, nach Ablauf eines Jahres die Ratsherren nach dem Zufallsprinzip neu zu bestimmen. Dabei wurden die Namen aller Kandidaten, die es in die nähere Auswahl schafften, auf Zettel geschrieben. Diese kamen dann alle in ein Gefäß, aus welchem dann fünf Zettel gezogen wurden, die die neuen Ratsherren bestimmten. Die Weiterentwicklung zum Lotto-Spiel war nun eben, solche Zettel zu verkaufen und den Gewinnern einen Teil des Geldes, das beim Verkauf zusammenkam, als Preis zu verleihen. Mittlerweile hat sich allerdings das Lotto-Spielen mit Kugeln etabliert. Der Vorteil liegt einfach darin, dass sich robuste, beschriftete Kugeln länger verwenden lassen, da Papierzettel relativ schnell zerknittern und auch ansonsten nicht unbedingt lange haltbar sind. Auch ist es spannender, den Kugeln dabei zuzuschauen, wie sie umher rollen, bis dann die nächste Auserwählte raus auf die Schiene darf.

Die Art Lotto zu spielen ist von Land zu Land unterschiedlich, aber das Prinzip ist überall gleich. Man muss bloß auf Zahlen tippen, die dann zufällig ermittelt werden. Wie viele Zahlen gezogen werden und auch auf wie viele Zahlen man insgesamt tippen kann variiert. Die älteste Version ist das 5 aus 90 Spiel. Aus 90 Kandidaten wurden in Genua auch die fünf neuen Ratsherren bestimmt. Allerdings wird diese Variante heute bloß noch in Ungarn angeboten. Die Gewinnchancen sind dabei auch von allen Varianten am geringsten. Die höchste Gewinnchance dürfte man in Litauen haben. Dort wird nämlich 6 aus 30 gespielt. Man könnte also beim nächsten Urlaub in Litauen nebenher auch noch sein Glück versuchen. Das Lotto-Spielen im Ausland ist legal, man muss bloß berücksichtigen, dass das Geld dann beim Eingang ins Heimatland versteuert werden muss.